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Auf der falschen Fährte

Das Schaudern ist eine hochinteressante Empfindung, es meint ein Frösteln ohne physikalische Ursache, vielmehr eine innere Reaktion auf eine detaillierte Erzählung von Ableben und Vergehen. Das Adjektiv, das dem Schaudern meist vorangestellt wird, lautet „wohlig“, folglich darf die Erzählung nicht schocken oder langweilen. Schaudern weist also auf eine quasiliterarische Erzählweise hin, die als solche nicht erkennbar sein muss. Um das Schaudern herum etablierte sich seit dem frühen 19. Jahrhundert ein Kult, in dessen Zentrum die Kriminalgeschichte steht, die sich mittlerweile in unzähligen Genres und Medien verbreitet hat. Jeder Gesellschaftsbereich besitzt inzwischen seinen ureigenen Ermittlertypus. Ob Katze oder Forensiker, jeder kann ein Detektiv sein.

Zwischen naivem Erlebnisangebot…

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