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Vivaldi hätte das nicht gewollt

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Die ägyptische Sängerin Fatma Said

Foto: Monique Wüstenhagen

„Folgen Sie den Anordnungen des Sicherheitspersonals!“ Solche Durchsagen und allerlei absurde Distanz-Vorschriften stimmen vor halb leerem Saal auf eine Gala im Berliner Konzerthaus ein, die einen „kulturellen Neustart“ glanzvoll in Szene setzen will. Die Verleihung des Opus-Klassik-Preises trifft dieses Jahr auf doppelte Not: Sie soll wie immer für klassische Musik „neue Kreise gewinnen“, aber auch der Branche von „Maßnahmen“ genesen helfen, die selbst das Singen unter Strafe stellten. „Musik ist ein Menschenrecht“, weiß der Geiger Daniel Hope, der zu Recht einen Preis erhält, weil er sein Haus über Monate hinweg beschäftigungslosen Musikern öffnete und mit ihnen auf Arte musizierte. Und die Sängerin des Jahres, Sopra…

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