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Stigma und Strafe

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Eine Frau im Camp Roj, eins von zwei großen Geflüchtetenlagern im Nordosten Syriens

Foto: Delil Souleiman/AFP/Getty Images

Lange schon ist bekannt, dass die Lebensumstände in Gefangenencamps für IS-Kämpfer in den Kurdengebieten Nordsyriens prekär sind. Dass dort auch Kinder leben müssen, ist katastrophal. Erstmals konnten nun Anfang Oktober 23 von ihnen mit ihren Müttern, die einen deutschen Pass besitzen, nach Deutschland ausgeflogen werden. Weshalb wurde das so lange verzögert?

Dafür gab es zunächst das populistisch ausschlachtbare Argument, dass man sich mit Frauen, die 2014/2015 nach Syrien gingen, um den Islamischen Staat zu unterstützen, womöglich Gefährderinnen ins Land holt. Dem wäre entgegenzuhalten, dass wohl auch die Herkunftsländer dafür zuständig sind, dass sich dies…

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