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Der ewige Erik

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Grafittikünstler an der Berliner Mauer, um 1989

Foto: Serienlicht/IMAGO

Hans-Ulrich Treichels Romane durchziehen seit nahezu 25 Jahren zwei Hauptthemen. Jenes, das er mit seiner Erfolgsnovelle Der Verlorene 1998 angeschlagen hat: Verlust und Suche nach Erinnerung. Der Bruder des Erzählers war auf der Flucht vor der Roten Armee kurz vor Kriegsende verloren gegangen, wurde aber seitdem von den Eltern gesucht. Neben der psychologischen Studie eines Jungen, der bei den Eltern früh im Aufmerksamkeitsschatten seines verlorenen Bruders steht, zeichnete Treichel ein genaues Porträt der frühen Jahre der BRD, zwischen Adenauer-Mief und Wirtschaftswunder. Dem Verlorenen folgten mindestens noch zwei Romane, die sich dem Thema anschlossen.

Dass bei einer Vorstellung seines neuen Romans Schöne…

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