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Volvo Oddity

Es ist ein Unterfangen, das leicht scheitern kann. Eine der vielleicht größten Tragödien unserer Gegenwart zu erzählen und sie mit dem Banalsten, Alleralltäglichsten zu vermengen. Diese Tragödie, von der die in New York lebende mexikanische Autorin Valeria Luiselli in ihrem neuen Roman erzählt, heißt Migration. Sie erzählt von den Tausenden Kindern, die sich in den letzten Jahren von Zentralamerika gen Norden aufgemacht haben – und auf was sie dort gestoßen sind. Auf eine Grenze, die auch ohne Mauer längst unpassierbar geworden ist, auf ein Justizsystem, das sie schnellstmöglich wieder dahin schicken will, wo sie hergekommen sind, und auf eine politische Rhetorik, die sich ihrer Schicksale für die billige Befeuerung von populistischer Propaganda bedient. Im Archiv der verlorenen Kinder

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