Loading

„Im Grunde bin ich Ossi“

Neben Karl Ove Knausgård oder Tomas Espedal zählt Dag Solstad längst zu den wichtigsten Schriftstellern Norwegens. Seine Romane und Essays reflektieren kritisch die Entwicklung der norwegischen Gesellschaft seit dem Zweiten Weltkrieg, den Wandel des Landes vom sozialdemokratischen Egalitarismus zu einer konsumfixierten Gesellschaft. Solstad selbst ging den Weg von einem Mitglied der marxistisch-leninistischen Arbeiterpartei AKP in den 1970erm zu einem mitunter sarkastischen Kommentator seines Landes. Seine männlichen Protagonisten sind von der Gesellschaft entfremdete Außenseiter. Der New Yorker verglich Solstad in diesem Zusammenhang mit Philip Roth. Auf Deutsch erschien zuletzt T. Singer (1999) im Schweizer Verlag Dörlemann.

der Freitag: Herr Solstad, in Norwegen sind Sie berühmt. Wie …

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.