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Hoch die Internationale

Ende September legten Beschäftigte bei Amazon in Leipzig – wieder mal – für drei Tage die Arbeit nieder. Rund 400 der insgesamt 1.300 Versandmitarbeiter beteiligten sich laut Verdi am Streik. Standortleiter Dietmar Jüngling versicherte im MDR, man habe trotz des Ausstands „alle Pakete pünktlich auf die Lkw schaffen können“. Auch weil es in solchen Situationen üblich sei, „dass alle unterstützen und mithelfen“ – im Klartext: Auch die Verwaltungsangestellten müssen anpacken. Man könne auch „Warenströme über andere Standorte umleiten“. Im Klartext: Streikbedingte Lieferengpässe aus Leipzig werden durch die polnischen Versandzentren in Wrocław und Poznán kompensiert.

Das Szenario erscheint mittlerweile routiniert: Die Gewerkschaft und ihr Gegenspieler laufen sich warm fürs Weihnachtsgeschäft…

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