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Was guckst du

Moderne Lebensentwürfe können deprimierend sein. Ein besonders trauriges Beispiel ist die junge Frau, die ein unbezahltes Praktikum in einem Kulturbetrieb in Wien oder Berlin absolviert. Ein MacBook und perfektes Englisch bringt sie selbstverständlich mit. Nach ihrem Zehnstundentag geht sie zum Yoga und isst eine Bowl Avocadosalat, anstatt sich gewerkschaftlich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Und ein Blick auf die SPD reicht ihr, um zu wissen, dass Parteien von gestern sind. #SadWhiteMen.

Es gibt aber auch den IT-Typen, der sich am Tischkicker seines Start-ups über die Angestelltenmentalität der Old Economy mokiert, die kroatische Marktfrau, die in Wien über die Ansprüche junger Araber lästert, und natürlich die Liebhaber fair gehandelten Superfoods, die keinen Fuß in einen …

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