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Entlarvt Tarantino!

Fast ein Vierteljahrhundert ist es her, seit Pulp Fiction in die Kinos kam, genug Zeit, um zu fragen: Was hat uns Tarantino eigentlich gebracht? Vor allem eine Menge Nachahmer, wozu man kurioserweise ihn selbst zählen kann, wie sein letzter Film, The Hateful Eight, erneut belegte. Weshalb auch die meisten Kinogeher das Wort „tarantinoesk“ ausdeuten können: Gewaltszenen, die mit einem gewissen Vergnügen geschildert werden, verübt von Anti-Helden, die mit Macho-Aplomb dazu lange Reden halten, und eine Old-Hollywood-Nostalgie, die sich im übertragenen Sinn „Wir machen das Kino wieder groß“ auf die Mütze schreibt. Man könnte es cinephilen Populismus nennen.

Gewalt, Reden, Nostalgie – all das gibt es auch in Drew Goddards Bad Times at the El Royale, aber statt wie die üblichen Nachahmer popu…

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