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Sauberes Sehen

Die Besetzungslogik ist genial. Der indifferente Blick, den Ryan Gosling auf die Welten wirft, in die er seit Jahren gepflanzt wird, konnte im Grunde auf nichts anderes hinauslaufen als darauf, irgendwann endlich einen echten Klon zu spielen, endlich nur noch Fassade zu sein. Auch Harrison Ford tut seit einiger Zeit nichts lieber, als als gealterte Variante seiner selbst aufzutreten (man denke an die Star-Wars- und Indiana-Jones-Spin-offs, aber auch an die eher langweilige Schnulze Für immer Adaline, wo er als ehemaliger Liebhaber einer aus dem Biorhythmus gefallenen Blake Lively aufkreuzt).

Und witzig ist eigentlich auch, dass die Schweizer Schauspielerin Carla Juri, die vor ein paar Jahren noch – in der Verfilmung von Charlotte Roches hygieneskeptischem Roman Feuchtgebiete – ihre Sche…

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