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Kritik am Blick

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Spiegelungen als filmischer Ausdruck können viel bedeuten: ein Zeichen für totale Kontrolle oder Schizophrenie

Foto: Maurice Richards/Hulton Archive/Getty Images

Wörter kann man im Lexikon nachschlagen, Filmbilder nicht. Der Filmemacher Harun Farocki wollte das ändern und verfolgte ab 1995 dazu ein Projekt als „Archiv filmischer Ausdrücke“. Ein Vokabular visueller Begriffe sollte so begründet werden, damit wiederkehrende Handlungsmotive wie Willkommensszenen, Flugzeugstarts oder Abschiede beschrieben und verschlagwortet werden könnten. Farocki widmete der Idee drei Filme.

Jörg Becker arbeitete an diesen ersten Einträgen in ein fiktives Wörterbuch filmischer Ausdrücke mit dem Regisseur zusammen. 2014 verstarb Farocki. Nun spinnt Becker die gemeinsame Motivrecherche in Textform we…

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