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Körperkapitalismus

Prostitution ist keine Arbeit, sie ist Gewalt an Frauen. Und sie gehört verboten. So jedenfalls sehen es die Verfechterinnen des Abolitionismus. Das sind diejenigen, die sich für ihre gänzliche Abschaffung und ihr Verbot einsetzen. Eine von ihnen ist Katharina Sass, Jahrgang 1986, Doktorandin der Soziologie an der Universität Bergen und Mitinitiatorin des Netzwerks „Linke für eine Welt ohne Prostitution“. In Mythos „Sexarbeit“ beschreibt Sass den Abolitionismus als radikal-feministisches, linkes Projekt, das sich dezidiert gegen das liberale, im Juli 2017 in Kraft getretene Prostituiertenschutzgesetz wendet. Das Gesetz hatte – ähnlich wie bereits das Prostitutionsgesetz von 2002 – Prostitution als Arbeit definiert und somit professionalisiert. Das aber schütze Prostituierte in ihrer Not…

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