Loading

Bildet Lesekreise!

placeholder article image
Event statt Einsamkeit – die Buchkultur tendiert derzeit zum Lesen lassen statt Lesen

Foto: H. Armstrong Roberts/Retrofile/Getty Images

Auf die Kinder kann man in dieser Sache nicht bauen. Das einzige Buch, das der zehnjährige Sohn bisher freiwillig gelesen hat, ist Gregs Tagebuch. Er betrachtete seine Lektüre als quantitative Leistung: Heute Abend 70 Seiten geschafft! Der Grund für sein hohes Tempo lag in den Schulfreunden, die schon einen Band weiter waren. Der Versuch, mit ihm über den Inhalt zu diskutieren, gab dagegen Immanuel Kants harscher Analyse von Geschmacksurteilen recht: Die Aussage „Das ist super!“ enthält keinen logischen oder vernünftigen Kern, auf dem man argumentativ aufbauen könnte. Allerdings: Einen deutschsprachigen Gegenwartsroman zu lesen, weil ihn die and…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.