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Zu Angst gut tanzen

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Patti Smith, 1979

Foto: Leemage/IMAGO

Eine Hommage, eine Hymne mag man erwarten, „radikal subjektive Liebeserklärungen“. So jedenfalls präsentiert der Kiwi-Verlag eine Reihe, in der sich Autoren mit ihren Lieblingsbands befassen. Helene Hegemann aber spielt uns einen Streich mit ihrem Essay über Patti Smith für die inzwischen auf 15 Bände angewachsene Musikbibliothek. Mit einer Lobrede dürfe man nicht rechnen, warnt die Autorin, schließlich empfinde sie eine „diffuse Genervtheit“ beim Gedanken an die amerikanische Sängerin. Das lässt Übles schwanen: hysterische Strukturlosigkeit, lethargisches Dahinplätschern. Bei Hegemann aber erweist sich die Reizung des zentralen Nervensystems als ungeheurer Vorteil: Der Text zittert, vibriert und legt eine direkte Erregungsleitung in das Geh…

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