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Wille, Walle, Maniküre

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Szene aus Wagners „Walküre“

Foto: Bernd Uhlig

Letztes Jahr eröffnete die Komische Oper Berlin mit dem schwulen Kommunisten Hans Werner Henze die Saison, dieses Jahr eröffnet die Deutsche Oper Berlin mit Richard Wagner – ein neuer „Ring“ steht in den Startlöchern. Bereits im vernagelten August dieser Infektionssaison führte die Birmingham Opera Company eine pragmatisch gekürzte Fassung von Rheingold in der Deutschen Oper auf – unprätentiös, für schmales Geld, als Open Air auf dem Parkdeck. Wagnerianer aber sind Augenverdreher, sie benötigen Opulenz und germanische Werktreue hinter jeder großen Terz, verschmähen allzu reduzierte oder gar antifaschistische Interpretationen mit einem beleidigten „Hier gilt’s der Kunst!“. Pomp, Pomade, Prahlerei sind 2020 Pustekuchen: Bayreuth blieb …

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