Loading

Von Skepsis inspiriert

Wie kann es sein, dass ein toter weißer Mann, der zu Lebzeiten einen Ruf als Womanizer genoss, zum Impulsgeber einer Biennale wird, die unter anderem das „Patriarchat im weitesten Sinne entwaffnen“ will? So zumindest formulierte es die Kuratorin María Berríos im Gespräch mit dem Kunstmagazin Monopol vor einigen Wochen. Berriós ist eine von vier Kurator*innen der diesjährigen Berlin Biennale. Vier, die dezidiert nicht als Kollektiv verstanden werden wollen. Gemeinsam haben Renata Cervetto, Lisette Lagnado, María Berriós und Agustín Pérez Rubio den Rahmen der 11. Biennale geweitet und bereits vor einem Jahr mit der Arbeit begonnen. Laboratorium statt Ausstellungsspektakel – so lautet ihr Ansatz, der sich nun seit einem Jahr der Öffentlichkeit graduell offenbart.

Der Geist des brasilianisc…

To read the full article / issue please login with your Freitag-ID. If you're not a subscriber of Freitag digital please choose one of our offers below.