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„Kunst hilft bei der Therapie“

Die 11. Berliner Biennale zeigt dieses Jahr Kunst aus Südamerika. Die vier Kurator*innen, alle südamerikanischer Abstammung, haben unbekannte und unterschiedliche Kunstwerke zusammengebracht, die Europa daran erinnern, dass Museumskunst mehr sein kann als Picasso und Monet. Wer eine Ausstellung besucht, taucht in eine fremde Welt ein. Das ist der Punkt der Biennale: zu zeigen, was vergessen, verloren und verdrängt wurde, obwohl es sich vielleicht die ganze Zeit in unserer Nähe befunden hat. Dabei reiht sich das Postkoloniale an das Revolutionäre, folkloristischer Prunk an indigene Magie, und mitten im Martin-Gropius-Bau sind auch Werke aus einer brasilianische Psychiatrie zu sehen: Bilder von archaischen Muttersymbolen, religiösen Riten und menschlichen Verwandlungen in Blumen hängen do…

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