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Kohl war am Ende – dann kam die Wende

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Dresden, 19. Dezember ’89: Der Kanzler aus dem Westen ist zu Besuch

Foto: Ulrich Baumgarten/dpa

Im Sommer 1989 war die Zustimmung für Helmut Kohl so sehr gesunken, dass er selbst in der eigenen Partei nicht mehr unangefochten war. Oskar Lafontaine bereitete in Gesprächen mit den Grünen Kohls Ablösung nach der nächsten Bundestagswahl vor und kündigte einen sozialökologischen Umbau an. Der Sieg des Neoliberalismus stand noch längst nicht fest. Dann öffnete sich die Grenze zur DDR. Das änderte die Lage völlig – in der BRD.

In der alten Bundesrepublik hatte sich bereits seit Mitte der siebziger Jahre schlechte Laune breitgemacht, ablesbar an abnehmender Zustimmung für die sozialliberale Koalition. Diese war in der Bundestagswahl 1980 nur dadurch gerettet worden, dass die Union Franz …

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