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Einer muss das Arschloch sein

Der Titel ist im Grunde ein Spoiler: Von allen Aspekten, die man in diesem Fassbinder-Jubiläumsjahr (er wäre im Mai 75 Jahre alt geworden) an Deutschlands notorischstem Regisseur hervorkehren könnte, hat sich Oskar Roehler den vermeintlich aktuellsten ausgewählt. Schließlich ist Enfant terrible ein aus der Mode gekommenes, weil beschönigendes Etikett für ein Verhalten, das wir heute als „toxische Männlichkeit“ kritisieren. Die weniger beschönigende Variante von damals lautete übrigens schlicht „Arschloch“. Weshalb der von Oliver Masucci verkörperte Fassbinder im Film an entscheidender Stelle ausruft: „Einer muss doch immer das Arschloch sein!“ Es macht geradezu erschreckend viel Sinn.

Wie es überhaupt viel zum Erschrecken gibt in diesem Film. Angefangen von der Künstlichkeit der theaterh…

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