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„Und es ist Krieg“

Diese Ausgabe der Tagebücher Erich Mühsams ist ein Ereignis. Sie umfasst Aufzeichnungen vom August 1910 bis zum Dezember 1924. Einer Zeit, in der die Weichen für den Fortgang des 20. Jahrhunderts in Europa sowohl politisch-militärisch als auch künstlerisch-kulturell gestellt wurden. Da ist die Reformbewegung, die Mühsam im schweizerischen Ascona erlebte: Ausdruckstanz, Vegetarismus, freies Theater und Nudismus. Eine europäische Bewegung. Aber da ist auch die europäische Aufrüstung, der Zerfall der Gedanken in nationales Getümel, das zum Weltkrieg führte. Und da sind verschiedenste anarchistische und kommunistische Strömungen, die sich mit dem Ende des Krieges in Revolutionen entluden.

Von all dem berichten diese Tagebücher, aus einer leidenschaftlichen und trotzdem analytischen Sicht, zu…

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