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Ein neuer Hut

Ohne Industriebrachen hätte die Kunst der letzten 60 Jahre anders ausgesehen. Leere Fabrikhallen sind als Ateliers, Off-Theater und Galerien die kreativen Kraftzentren westlicher Metropolen geworden und haben so auch inspirierend auf viele Künstler gewirkt. Seit einiger Zeit wird es jedoch eng. Die wenigen verwaisten Wirtschaftsgebäude, die es noch gibt, werden als Spekulationsobjekte hoch gehandelt. Nur die erfogreichsten Künstler und Galerien können sich das leisten. Wie lange die Symbiose von Industrieleerstand und künstlerischer Produktivität das noch überlebt, ist fraglich. Jedenfalls in Berlin. Im rund 50 Kilometer entfernten Luckenwalde entsteht gerade ein ganz neues Modell des Zusammenwirkens. Das ambitionierte Projekt mit dem Namen Kunststrom belebt ein stillgelegtes Elektrizit…

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