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Mehr low, Hochkultur

Man nennt es (immer noch) Lesen. Kleine Erinnerung zu Beginn an das Ding mit dem festen Umschlag und den Seiten zum Umblättern darin. Da steht dann was drauf, und im Idealfall ist das alles teuer erdacht und gemacht und erkauft (denn das Teil kann dann ganz schön lange rumliegen – auf diversen Schreib-, Nacht- und Interregio-Bordbistro-Tischen –, bis es irgendwann in ein Regal und beim nächsten Umzug in einem „Zu verschenken“-Karton vors Haus gestellt wird (und die Nachbarn nervt).

Michael Lentz’ Schattenfroh ist so ein Idealfall: edel produzierter 1.000-Seiten-Ziegelstein in schwarz. Perfektes Packaging: kein Schutzumschlag, kein Klappentext, keine Kurzbiografie (und schon gar kein nosferatuhaftes Autorenfoto!) – nur Titel und Autor und ein erster Satz hinten drauf: „Mann nennt es Schr…

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