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Jetzt ab ins Buch!

Kann es nicht egal sein, wie sich andere an einen erinnern? Klar, aber da normale Leute im Leben nicht wollen, dass man schlecht von ihnen denkt, geschweige denn redet, ist es doch auch verständlich, dass man das auf die Nachwelt ausdehnen will, oder? Für den, der schreibt, ist das aber eine müßige Unterscheidung. Denn „wer schreibt, der bleibt“. Jedenfalls wenn gilt, dass es sich nach einmaligem Lesen nicht in Miss- oder Wohlgefallen auflösen soll. Die Frage lautet also: „Ist das Kunst, ist das Literatur, oder kann das weg?“ Dass die von anderen beantwortet wird, ist die Misere. Im Leben kann man sich gegen missliebige Antworten wehren, danach ist‘s düster. Die Nachwelt vergisst oder rühmt. Wenn sie nicht vergisst, dann schert sie sich wenig drum, wie einer erinnert werden wollte, wie …

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