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Gegen die Ausbeuter der Meere

Eine frische Brise weht über den Wismarer Hafen, doch die Sonne hat noch Kraft. Möwen drehen schreiend ihre Bahnen über Fischkuttern und Barkassen. Zwischen alten Getreidespeichern und der „Städtischen Warmbadeanstalt der Werktätigen“ werden Busladungen von Rentnern abgekippt, immer rein in die eines neben dem anderen liegenden Restaurants, wo man ihnen „Seelachs“ vorsetzt, der weder mit der See noch mit Lachs viel zu tun hat. Die Zeiten, in denen hier Hafenarbeiter und Seeleute nach der Arbeit einkehrten, sind vorbei. Doch der Hafen ist immer noch schön. Fast ein bisschen zu schön, wie eine Kulisse, aufgestellt von einer cleveren Tourismusmarketinggesellschaft.

Zwei Autos rollen über die Kopenhagener Straße. Sie haben Fähnchen aufgesteckt, die die Symbole von Verdi und der Internationa…

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