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Krenz, Hecke scherend

Andreas Mühe hat vieles richtig gemacht. Nicht, weil er von wohlmeinenden Kritikern bereits als der wichtigste deutsche Fotograf seiner Zeit bezeichnet wird und die Galerien sich um ihn reißen. Auch nicht, weil er kürzlich eine große Einzelschau im Hamburger Haus der Photographie in den Deichtorhallen hatte, einem der wichtigsten Ausstellungsorte für zeitgenössische Fotografie in Deutschland. Sein Glück war, dass er nie in die Fußstapfen seines Vaters, des großen Schauspielers Ulrich Mühe, treten wollte. Er ging von Beginn an seinen eigenen Weg als Fotograf und hat mit bemerkenswerter Zielstrebigkeit früh einen Grad an künstlerischer Autonomie erreicht, der es ihm erlaubt, den frühen Tod des Vaters in einigen seiner Bilder zu thematisieren, ohne sich an ihm messen lassen zu müssen. Begl…

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