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Krawatte

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Anfang Am Anfang jeder Krawattenbetrachtung steht – wie so häufig – der Phallus. Kulturwissenschaftler, Psychologen und Anthropologen haben uns das längst erklärt: Die um den Hals gebundene Krawatte ist nichts anderes als die Repräsentanz des männlichen Geschlechts. Deswegen für jeden nur eine Krawatte. Nur an Fasching tragen Verrückte auch mal zwei übereinander (Dekadenz).

Mit der Krawatte zeigt der Herr sein bestes Stück zur besten Sendezeit und ohne jede Scham einer breiten Öffentlichkeit, und niemand wendet den Blick ab. Da Frauen kein adäquates Kleidungsstück besitzen, ist die Krawatte skrupelloses Symbol männlicher Dominanz, das es zu zerschlagen gilt. Bis dahin – zurück zum Fasching – wird der Mann lediglich in der Weiberfastnacht seiner Männlichkeit beraubt, wenn ihm die Dam…

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