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„Die Menschen wollen das“

Tageslicht spiegelt sich im Stahl ihrer Maschinenpistolen. Die Leibwächter von Igor Plotnizki tasten die Besucher mit unbewegtem Gesichtsausdruck und professioneller Sorgfalt ab. Im Vorzimmer des Chefs der Volksrepublik Luhansk gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Mäntel, Jacken, sämtliche Taschen und die Fotoausrüstung sind abzugeben. Noch immer gibt es Gefechte in der Umgebung der Großstadt im ukrainischen Osten.

Luhansk, 35 Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt, zählte Anfang 2014, bevor der Konflikt mit der Regierung in Kiew gewaltsam ausgetragen wurde, gut 400.000 Einwohner. Inzwischen hat deren Zahl deutlich abgenommen, viele Familien sind zu Verwandten in die Russische Föderation geflohen. Ob sie zurückkehren, sollten die Feindseligkeiten eines Tages enden, erscheint z…

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