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Siegreiches Scheitern

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Seine Niederlage interpretiert der Premierminister konsequent um Foto: Nikolay Doychinov/AFP/Getty Images

In dieser Woche hat Deutschland den Tag der Einheit gefeiert, der nicht zuletzt auch der ungarischen Grenzöffnung am 11. September 1989 zu verdanken ist. Seitdem wurden in dem Land, das einst den Eisernen Vorhang zu Österreich zerstörte, neue Zäune an der Grenze zu Serbien und Kroatien gebaut, angeblich um Ungarn und Europa vor Flüchtlingen zu schützen. Aber das hat dem Ministerpräsidenten Viktor Orbán nicht gereicht. Er wollte mehr, eine Volksabstimmung gegen die von Brüssel geplante Verteilung von Flüchtlingen auf die EU. Und damit verbunden eine Verfassungsänderung, damit in dieser Frage nur noch Ungarn und nicht mehr Europa das Sagen hat.

Für den Erfolg war Orbán bereit,…

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