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Burleske Reisen

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„Wir sind alle Chávez“, heißt es in „Die letzten Tage des Comandante“ Foto: Federico Parra/AFP/Getty Images

Anfang September eröffnete César Aira das internationale Literaturfestival in Berlin mit der These, dass jeder Schriftsteller gut schreibe, solange er sich nur der Literatur überantworte. Irritiert wechselten seine Zuhörer die Blicke. Wollte ihnen gerade einer der angesehensten lateinamerikanischen Autoren erklären, dass es schlechte Literatur nicht gebe?

Der 1949 in der Provinz von Buenos Aires geborene Aira ist ein Meister der Täuschung. Seine sympathischen, aber wenig zuverlässigen Erzähler verbiegen die Wirklichkeit so lange, bis sie in ihrer surrealen Wirkung schon wieder echt sein könnte. Hierzulande ist der von Patti Smith und Roberto Bolaño gleichermaßen gefeierte …

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