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4 Uhr 18 in London

Tempest also. Nicht weniger, nicht mehr als ein Sturm. Die Anlehnung an den Größten erzählt schon fast die ganze Geschichte der Kate Esther Calvert, die mit 16 Jahren ohne Abschluss von der Schule ging und sich mit ihrem Künstlernamen an William Shakespeare orientierte.

Inzwischen hat Kate Tempest ihr halbes Leben einer Poesie verschrieben, die mit innerlichen Blütenstaubzimmern so wenig gemein hat wie mit den Ermunterungsreimen einer Julia Engelmann. Tempest steht so monolithisch wie abseits in der Landschaft, und dort steht auch ihr aktuelles Album Let Them Eat Chaos – angelehnt an Marie-Antoinettes angeblichen Kommentar: „Qu’ils mangent de la brioche“, also: „Let them eat cake.“

Tempest schreibt Gedichte, Romane und Theaterstücke. Ihr eigentliches Medium ist das gesprochene Wort, ist…

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