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Dem Skandal sei Dank

Um es mal von der verkehrten Seite herum aufzuziehen: Ein französischer Film über eine elfjährige Pariserin mit senegalesischer Migrationserfahrung, zumal als Regiedebüt einer jungen, senegalesisch-französischen Filmemacherin, hat nicht unbedingt das Zeug dazu, zum Publikumshit aufzusteigen. Auch nicht in der neuen Streaming-Ära. Um einen Film wie Maïmouna Doucourés Cuties der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, ist tatsächlich ein Skandal das Beste. Laut Flixpatrol stieg Cuties im September in den USA unter die Top 5 auf Netflix auf – für einen französischen Film ziemlich ungewöhnlich.

Womit nicht gesagt sein soll, dass Netflix es auf den Skandal abgesehen hätte, als der Streamingdienst für die Werbung ein Filmstill auswählte, auf dem eine Gruppe von vorpubertären Mädchen mit Haup…

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