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Das Organ für talentlose Hochstapler

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Meine Organe und ich, wir sind genervt

Foto: Christian Spicker/Imago Images

Meiner Wahrnehmung nach wurde in den vergangenen Jahren die Vulva zur Vortänzerin des neuen, progressiven Feminismus. Überall war sie auf einmal: auf Stickern, auf T-Shirts, auf Bannern, in Musikvideos und so weiter. Wer sich mit der Vulva sehen lässt, markiert sich als einer speziellen Subkategorie des gegenwärtigen Feminismus angehörig: jung, woke und bereit, dieses wunderschöne Organ aus den Klauen patriarchaler Pathologisierung zu befreien.

Erst mal dachte ich: cool. Whatever. Aber ich arbeite (leider) im Theaterbetrieb. Wenn ich für jede halb gare, halb intelligente Inszenierungsidee, die eine überdimensionale Vulva als Bühnenbild oder die weibliche Lust als Thema beinhaltet, einen Euro bekäme, dann …

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