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Sie kriechen, legen Eier, es wird messy

Beim Betreten ist man zunächst irritiert: Wer oder was wird da überwacht? Eine tischähnliche Konstruktion schwebt im Raum, daran sind Kameras befestigt. Erst wenn man ganz nah dran ist und sich nach vorn beugt, erkennt man, dass sich echte Seidenraupen über eine verschachtelte Metallkonstruktion bewegen, die wie ein gehobenes Fitnessstudio im Miniaturformat aussieht, es sind tatsächlich Teile von Badezimmer-Armaturen. Die Seidenraupen werden zu Performern, sie durchleben während der Laufzeit der Ausstellung des chinesischen Künstlers Wangshui bei der Julia Stoschek Collection unter dem Titel Gardens of Perfect Exposure einen Verwandlungsprozess. „Eigentlich fressen sie den ganzen Tag“, erzählt Kuratorin Lisa Long. Morgens und abends werden sie mit Maulbeerpastete gefüttert, sie fressen,…

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