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Von Thatcher lernen

Ein Gespenst geht um in Europa und anderen Ländern des einstmals so goldenen Westens“, schreiben Georg Seeßlen und Markus Metz in ihrem Buch Der Rechtsruck (Bertz + Fischer 2018), „das Gespenst des Rechtspopulismus.“ Ginge es nach der belgischen Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe, könnte hier wohl ruhig die stilistisch prägnantere Variante ohne „Rechts-“ stehen. Auch verbände sie mit diesem „Gespenst des Populismus“ wohl ein nicht unähnliches Sendungsbewusstsein wie seinerzeit die Autoren des Kommunistischen Manifests. Denn für Mouffe befinden wir uns derzeit in einem „populistischen Moment“, in dem die tief greifende Krise der neoliberalen Hegemonie zum Ausdruck kommt.

Es ist also zugleich der Moment der Chantal Mouffe, hat sie doch einen Großteil ihres Lebens – teils gemeinsam mi…

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