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Graz träumt

Die Revolution der Pflanzen beginnt in einem gemütlich und in warmen Farben strahlenden Saal voller seltsamer Dinge. Manche sind so unscheinbar, dass man sie fast übersieht: Das alte, holzfurnierte Radio zum Beispiel, neben dem ein Kopfhörer liegt. Setzt man ihn auf, hört man eine Toncollage aus Aufnahmen von Applaus, den das jeweilige Publikum im Laufe der Geschichte unterschiedlichen Diktatoren gespendet hat. Oder man gelangt am anderen Ende des Saals durch ein Labyrinth aus Plakatstellwänden zu einer Vitrine, in der vier Häufchen zermahlener Pflastersteine liegen. Ein Video zeigt, wie eine mechanische Presse sie einem Belastungstest unterzieht, bis sie zu Pulver zerfallen.

Nein, der kommende Aufstand der Pflanzen wird eher über Datenströme und Bioenergetik erfolgen als über den plump…

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