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„Krieg ist ein Stachel in unserem Bewusstein“

Als ich in dem unscheinbaren Büro in San José ankomme, in dem ich Khaled Hosseini treffen will, herrscht gerade eine Ausnahme-Sonnenfinsternis. Das kalifornische Licht ist eigentümlich, silbrig und schwer.

Als Hosseini die Tür öffnet, komme ich kaum dazu, ihn auch nur kurz zu begrüßen. „Haben Sie es schon gesehen?“, unterbricht er mich. Groß und elegant steht er da, mit einem Graue-Schläfen-Charme, der an George Clooney erinnert.

„Los, kommen Sie“, drängt er, während er mir eine Spezialbrille in die Hand drückt und vor mir her hinters Haus stürmt. Er zeigt auf einen Punkt im Hinterhof. „Da drüben“, sagt er. „Das ist die beste Stelle.“

Ich setze die Sonnenbrille auf und blicke in den Himmel. Die Sonne ist ein perfekter Kreis, in den der dunkle, runde Schatten des Mondes eine präzise Sich…

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