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Ein Bauchschmerzberuf

Da hat die Politik gerade noch einmal die Kurve gekriegt. Eine Woche vor der Bundestagswahl wurde die Kanzlerin in der ARD-Wahlarena von dem Pflegeschüler Alexander Jorde mit der Nase auf einen Missstand gestoßen, den man im Berliner Regierungsviertel, wo die meisten privat versichert sind, lieber nicht zur Kenntnis nimmt, obwohl das Bettenhaus der Charité gerade mal 500 Meter entfernt liegt: die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften und der Frust des Berufsnachwuchses. Just zu dem Anfang vergangener Woche in Berlin und anderen Bundesländern ausgerufenen Verdi-Streik der Pflegekräfte schoben die Parteien das entsprechende To-do-Steinchen dann doch noch in die erste Reihe auf ihrem Agenda-brett und schickten ihre Spitzenleute in den Wettbewerb um den besten Pflegeversteher: „Einen komplet…

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