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Raffgier, Schutt – und Hoffnung

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„Von Wohnen kann keine Rede sein“, sagt Bernhard von Grünberg. „Wir sollten eher von Aufhalten sprechen“

Foto: Dorian Baganz

Der Regen prasselt auf seine dunkelblaue Baskenmütze, die farblich perfekt auf das Sakko abgestimmt ist. Mit seinen Schuhen versinkt Bernhard von Grünberg im Schlamm, als er sich seinen Weg in eines der Häuser bahnt, die zur Wohnsiedlung „Am Teich“ gehören. Er wirft noch einen Blick auf die Balkone im Erdgeschoss, die vom angespülten Schmutz braun verschmiert sind. Dann betritt er das Gebäude, das an eine Bauruine erinnert. Ein kalter Wind zieht durch die offenen Fenster, aus denen das Glas herausgesprengt wurde, als sich das Wasser vor zehn Wochen hier durchwälzte. An den Seiten kräuselt sich die Tapete von den nassen und schimmeligen Wänden. In einer der…

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