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Polleschs Gedanken-Trampolin

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Szene aus „Aufstieg und Fall eines Vorhangs“

Foto: Christian Thiel

Unterm wallenden orangefarbenen Vorhang, der immer mal wieder in die Form eines Zirkuszeltdachs gezogen wird, soll ein weißes Kaninchen auf den schwarzen Bühnenboden gezaubert werden. Man sieht – der Vorhang ist da einen Tick zu schnell schon wieder oben –, wie ein Bühnenarbeiter das langohrige Tier aus einer Luke hievt. Ein verstolperter Zaubertrick. Gleich zu Beginn erläutert die hinreißende Kathrin Angerer ihrem Gegenüber Martin Wuttke ein Schießkunststück: „Wir sind hier im Zirkus, Sie müssen schon danebenschießen, sonst ist es keine Kunst.“ Volltreffer.

Vor der Volksbühne steht ein echtes Zirkuszelt, das wie fast alles an diesem Eröffnungsabend schwer mit Tradition behängt ist. Denn in einem solchen gründete …

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