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1921: Schwarze Garde

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Machno um 1920, als seine Truppen die Südukraine kontrollierten

Foto: Archiv Gerstenberg/Ullstein Bild/dpa

Der Mann, der am 16. März 1934 in das Pariser Hospital Tenon eingeliefert wird, sieht viel älter aus als die 44 Jahre, die er tatsächlich alt ist. Der Patient stammt aus der Ukraine, spricht kaum Französisch, ist völlig mittellos und leidet an Tuberkulose im Endstadium. Besuch erhält er nur von seiner Frau und seiner Tochter. Zweimal wird er an der Lunge operiert, doch können ihm die Ärzte nicht mehr helfen. Am frühen Morgen des 25. Juli schließt er für immer die Augen und wird auf dem nahe gelegenen Friedhof Père Lachaise unter die Erde gebracht.

Bei der Trauerfeier stellt sich heraus, dass Nestor Machno nicht ganz in Vergessenheit geraten ist. Hunderte von Sympathisanten, …

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