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Eine Kassette voller Heimat

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Acht Jahre musste der Vater (l.) sich in Deutschland „bewähren“. Tochter Hata (hier mit ihrer kleinen Schwester auf dem Arm) sang zu Hause für ihn

Illustration: Johanna Goldmann, Fotos: privat

Kurz nach dem rassistischen Angriff in Hanau diskutierte Markus Lanz mit seinen Gästen über das Ereignis. Er nannte die hier geborenen Menschen, die die Zielscheibe des Attentates waren und ermordet wurden, „Fremde“. Da musste ich an meinen Vater denken. Und immer wieder an diesen Satz, der in der Literatur sowohl Max Frisch als auch Friedrich Dürrenmatt zugeschrieben wird: „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen!“ Es hat nie eine ehrliche Auseinandersetzung damit stattgefunden. Sie waren „Arbeiter“, „Gastarbeiter“ oder Migranten – immer in einer ihnen zugeschriebenen Funktion, ab…

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