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„Der Tod fasziniert uns“

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Wir alle haben eine Deadline, auch Leute mit Gold am Kinn

Foto: Francesco Guidicini/Camera Press/laif

Man erreiche sie „im seuchegeplagten Los Angeles“, sagt Caitlin Doughty in die Kamera. Die 36-jährige lebt dort und leitet ein Bestattungsinstitut. Im Interview, das sie in ihrer Wohnung auf dem Sofa sitzend gibt, sagt sie nicht „von uns gegangen“ oder „friedlich eingeschlafen“, sondern „gestorben“. In Bezug auf den Tod, so lässt sich ihre Philosophie zusammenfassen, ist ehrlich reden besser als schönreden.

der Freitag: Frau Doughty, als Chefin eines Bestattungsinstituts sind Sie den ganzen Tag vom Tod umgeben. Stumpft man da ab? Wann hat Sie zuletzt etwas, das mit dem Tod zu tun hat, bewegt?

Caitlin Doughty: Gestern. Weil ich mir da erst richtig klargemacht habe, wie viele Mensch…

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