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Der Plan Moria 2.0

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Geflüchtete protestieren auf Lesbos

Foto: Angelos Tzortzinis/AFP/Getty Images

Wenn sie will, dann kann Ursula von der Leyen verdammt schnell sein. Anfang März, als die Türkei im Alleingang die Grenze zu Griechenland öffnete und Tausende Geflüchtete das verbarrikadierte Tor nach Europa aufstoßen wollten, war die Chefin der EU-Kommission sofort zur Stelle. Griechenland sei das europäische „Schutzschild“ im Kampf gegen die illegale Einwanderung, erklärte die CDU-Politikerin am Grenzfluss Evros. Athen werde schnellstens Hilfe aus Brüssel bekommen, versprach sie. Das politische Signal war klar: Die EU lässt sich nicht erpressen, hier kommt niemand rein.

Doch nun, angesichts des neuen Dramas auf der griechischen Insel Lesbos, hat es von der Leyen plötzlich nicht mehr eilig. Anstatt ins…

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