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1969: Genosse Trend

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Lübeck – Berlin – Bonn. Manchem kommt das wie ein Abstieg vor

Foto: Bettmann/Getty Images

In der Mitte der 1960er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ging es der SPD nicht gut. 1965 hatte sie die Bundestagswahl deutlich verloren. Ihr zweimal gescheiterter Kanzlerkandidat Willy Brandt stellte sich darauf ein, für den Rest seines politischen Lebens bestenfalls Regierender Bürgermeister von Westberlin zu bleiben. Ein Jahr später war er dann doch Außenminister, aber in einer Großen Koalition mit CDU und CSU. Dass sich die Sozialdemokraten darauf eingelassen hatten, wurde von vielen ihrer Anhänger als Selbstaufgabe interpretiert. Eine Außerparlamentarische Opposition (APO) machte sich auf den Weg. Die Delegierten des Nürnberger Parteitags im März 1968 konnten sich nur mühsam ihren Weg…

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