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Schwanger und nicht schwanger im Kapitalismus

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Schütze, schütze, Schildle male

Foto: Imago/Seeliger

Einmal war ich bei der Kundgebung der Abtreibungsgegnerinnen des „Marschs für das Leben“ in Berlin. Ich wollte mir für einen Artikel anschauen, was für Reden die christlichen Fundamentalisten halten. Und war überrascht: Denn es ging um den Kapitalismus. Es wurde die Sorge geäußert, dass Menschen mit der Legalisierung von Sterbehilfe nahegelegt werden könnte, endlich zu sterben, um teure Kosten für die Lebenserhaltung zu sparen. Die Sorge, dass Frauen nicht deshalb abtreiben, weil sie kein Kind haben wollen, sondern aus finanziellen Gründen. Die Sorge, dass mit der pränatalen Diagnostik Schwangere unter Druck gesetzt werden könnten, den Fötus abzutreiben, wenn eine Behinderung festgestellt wird: weil nur leistungsfähiges Leben …

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