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Fleisch seid, zeigt After!

Me too, ich auch“, flöten Riah und Lindy beim expliziten Sex-Talk-Duett. Und sie singen weiter: „I’m so happy, we’re doing this.“ Die beiden codieren das skandalträchtige Hashtag einfach um. Von der bekennenden Anklage zum süßen Einverständnis zum erotischen Spiel.

In ihrer Eröffnungspremiere Yes but No gehen Yael Ronen und ihr Ensemble am Maxim Gorki Theater einmal mehr von selbst Erlebtem aus. Diesmal sorgt das Operettengenre wirksam für Entkrampfung. Dank schmissiger Musik, dank anrührender Geschichten, dank eines glänzend aufgelegten Ensembles gelingt die zunächst irritierende Synthese von Aufregerthema und guter Unterhaltung.

Im Jahr eins nach der Affäre Weinstein und der sich anschließenden MeToo-Welle ist die Debatte über Machtmissbrauch auf den Spielplänen der Berliner Bühnen an…

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