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DDR: IM, FKK

Seit Pegida auf den Straßen Dresdens für bundesdeutsche Schlagzeilen sorgte, wurde der Ruf nach Reaktionen der gelähmt wirkenden Bürgerschaft laut. In Dresden konnte man in den letzten Jahren beobachten, dass ein Ort sich ganz besonders stark mit den Themen Fremdenhass und ostdeutschem Protest auseinandersetzte: das Theater. Das verwundert zunächst nicht, ist das Theater doch der Ort der Vergewisserung eines bürgerlichen Selbstverständnisses als Citoyen und immer dann besonders gefragt, wenn es offene Klüfte in Stadt oder gar im Land zu überwinden gilt. Zugleich läuft das Theater dabei Gefahr, mit der Nähe an Zeitgeschehen und Politik das genuin Künstlerische aus den Augen zu verlieren. Also etwas, das über den Moment hinausweist.

Zeitlose Stücke führen beides zusammen: Schillers Maria …

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