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Kant und Krieg

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Was bedeutet dieser Fisch im Aquarium? Precht hätte sicher eine Interpretation parat

Foto: Andreas Teichmann/laif

Es war im Frühling 2009, wir waren zum Interview verabredet. Richard David Precht lebte damals in einer Altbauwohnung in Berlin-Mitte, „temporär“, wie er sagte. Sein Buch Liebe war erschienen, Precht trug Kurzhaarschnitt, weißes Hemd, Glattrasur. Neben ihm saß seine Frau, eine luxemburgische Fernsehjournalistin, die ihn manchmal einfach unterbrach. „Nein, Richard, das ist ganz anders gemeint.“ Er nickte, lächelte, lobte sie als Ideengeberin. Precht war gerade mit einem Bestseller berühmt geworden, der Philosoph, der den Elfenbeinturm verlassen hatte und komplexe Dinge einfach erklären konnte.

Einige Jahre darauf sah ich ihn im ZDF wieder, spätabends beim Zappen. Da sa…

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