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Kakao, durch den sie mich ziehen

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Montage: der Freitag; Material: Getty Images

Wählen ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Ich weiß das Privileg, an freien und geheimen Wahlen teilnehmen zu dürfen, zu schätzen. Für mich gehört dazu freilich auch die Freiheit, meine Stimme zu „verschenken“, wie man abfällig sagt. Also Parteien zu wählen, die keine realistische Chance haben, die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden, oder meinen Stimmzettel ungültig zu machen.

Die meisten Wahlen sind von einer Art Grundrauschen begleitet. Suggeriert wird im Vorfeld, es gehe um alles, um Freiheit oder Sozialismus, Aufbruch oder Stagnation, Krieg oder Frieden, Wohlstand oder Armut oder gar – ganz aktuell – die Zukunft des Planeten. Einige Male bin ich darauf reineingefallen und habe Parteien gewählt, die versprachen, alles ganz ander…

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