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Der Papst der Grünen

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Mit Laschet verbindet ihn der Vorname und die katholische Prägung: Nassehi streichelt die Seelen seiner Zuhörer und vergibt ihnen ihre Sünden

Foto: Markus Burke

Ende Juni 2019 stieg in der Redaktion der Zeit weißer Rauch auf. Habemus papam! Feuilletonchef Adam Soboczynski verkündete in einem brillanten Essay ein deutsches Pfingstwunder: „Die Grünen haben ihren Meisterdenker gefunden.“ Und die taz jubelte: Der Meister, der da denke, sei „Deutschlands wichtigster Gegenwartsanalytiker“. So wurde der Münchner Soziologe Armin Nassehi der neue „Papst der Moderne“. Als Stellvertreter Niklas Luhmanns auf Erden sollte er fortan die überforderte Gesellschaft ethisch und systemtheoretisch beraten.

Niemand scheint dafür besser geeignet. Nassehi, meist in schwarz gekleidet wie ein Hoheprieste…

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